Hochschulwahlen: Jusos stürzen ab, Piraten erstmals dabei
29.01.10
Kassel (ms) - Die Juso-Hochschulgruppe hat bei der Wahl zum Studierendenparlament (Stupa) an der Uni Kassel rund 14 Prozent der Wählerstimmen eingebüßt. Sie kam noch auf 31,4 Prozent und erlangte acht Sitze. Als Gewinner gehen die Grünen und die erstmals angetretenen Piraten aus der Wahl hervor. Die Grünen erreichten mit 28,8 Prozent knapp zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Die Piraten schafften aus dem Stand mit 9,6 Prozent den Einzug ins Stupa.

Neben den Jusos verlor auch die "Neue Liste", die gemeinsam mit den Jusos und Grünen den AStA gestellt hatte, deutlich an Zuspruch. Nach 11,4 Prozent im Vorjahr votierten nun nur noch 4,6 Prozent für die Neuen. Die Revolutionär-Antifaschistische Liste (RAL) konnte ihr Ergebnis von 2,5 auf 4,6 Prozent steigern.
Nur eine Liste blieb völlig ohne Sitz
Leichte Zugewinne gab es für den Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS), der um 0,8 Prozentpunkte auf 8,6 Prozent zulegte. Die Liste Witzenhausen erreichte wie im Vorjahr 5,4 Prozent. Völlig ohne Sitz im 25-köpfigen Stupa bleibt nur das "Kasseler Studentenforum". Es war erstmals angetreten und kam nur auf 0,8 Prozent.
Wahlbeteiligung sinkt erneut
Die Wahlbeteiligung sank auf 26,4 Prozent. Im Jahr 2009 hatten noch knapp 30, im Jahr 2008 sogar 32,3 Prozent an der Wahl teilgenommen. Insgesamt waren rund 19.170 Studierende wahlberechtigt, etwa 1.350 mehr als im Vorjahr.
LINK: Analyse zur Hochschulwahl: K(aum) eine Überraschung
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silas schrieb:
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29.01.2010, 13:06 |
wie kommt das mit den sitzen? das sitzverteilungsverfahren (kann man auf der wahlseite nachschlagen) verstehe ich nicht. wenn ich da nachrechne, dann müssten die grünen auch 8 sitze bekommen, aber sie haben nur 7. |
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rb (Nordhessische.de) schrieb:
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29.01.2010, 15:40 |
Re: wie kommt das mit den sitzen? Nein, 7,2 wird "abgerundet" auf 7. "Abgerundet" ist nicht der exakte Ausdruck: Zuerst werden die Sitze gemäß des Vorkomma-Ergebnisses verteilt, danach der Nachkommastelle folgend von oben. Deshalb hat Liste 6 mit einer Quote von 2,4 noch einen zusätzlichen Platz erhalten. Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Hare-Niemeyer |
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Peter C. schrieb:
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29.01.2010, 16:26 |
Jetzt gehts erst richtig los Die Wahl war vergleichsweise einfach gegenüber dem Jahr, dass die Studierendschaft nun vor sich hat. Studentenparlament, Studentenausschuss (AStA) und Fachschaften verlieren per Hochschulgesetzesänderung ihre Satzung, und müssen deshalb dieses Jahr mit Hochdruck an ihrer eigenen Struktur arbeiten. Wenn man bedenkt, wie so die Fristen für die erfolgreiche Inkraftsetzung neuer Satzungen ist, so wird einem klar das der kommende AStA spätestens Ende Mai eine Hieb- und Stichfeste Satzung wird beim Uni-Präsidenten einreichen müssen. |
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Robert schrieb:
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29.01.2010, 16:57 |
Re: Jetzt gehts erst richtig los Läuft ... es gibt ja schon einen Entwurf von vor einem Jahr, den muss man halt noch um die HHG-Änderungen ergänzen ;-) Wie gut, dass ich nicht mehr dabei bin :-P |
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j schrieb:
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31.01.2010, 18:25 |
Re: Jetzt gehts erst richtig los ja, immer schön anpassen! passt euch allem immer schön an und ihr bekommt vielleicht nen lolli. diese hochschulpolitik ist doch eine einzige farce. in eurem köpfen seid ihr schon gleichgeschaltet, im glauben dass ihr etwas zu sagen hättet. nicht mehr als marionetten im stupa. |
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Peter C. schrieb:
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31.01.2010, 21:24 |
Re: Jetzt gehts erst richtig los @Robert
Es gibt schon einen Entwurf?! Mein Bester, wenn ich den nicht kenne, dann kennen den nicht viele. Das ist, in meiner ganzen Bescheidenheit, immer ein schlechtes Zeichen an unserer Uni wenn es gilt für etwas Mehrheiten zusammenzukriegen. Bin mal gespannt. |
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Peter C. schrieb:
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31.01.2010, 21:36 |
Re: Jetzt gehts erst richtig los @Robert
Hat ein wenig gedauert, aber ich hab sie doch noch gefunden: März 2009. Das war das letzte mal, das überhaupt ein Satzungsentwurf an die Fachschaften weitergeleitet wurde.
Damals war sich aber jeder sicher, dass das StuPa und suksessive die Studierendenschaft drumherum weiter existieren sollte in dieser Form. Dieser Konsens besteht meines Erachtens aber schon lange nicht mehr. Einer aktuellen Satzungänderung müsste zumindest eine fundamentale Infragestellung des alten Systems vorangehen, selbst wenn danach doch alles beim Alten bleibt, weil es die Mehrheit der Aktiven so will.
Instinktiv würde ich sagen hat nur der AStA als Institution eine Bestandgarantie, sowie die Fachschaftsvertretungen (als nicht zwingend "-räte"). Der Rest hat sich durch seine Mitglieder/Platzhalter komplett diskreditiert ... und das ausgerechnet wenn sie ohnehin per Gesetzesänderung zur Disposition stehen. |
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Robert schrieb:
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01.02.2010, 12:58 |
Re: Jetzt gehts erst richtig los Ach, j, wenn du die richtigen Ideen \"rechts und links des Weges\" hast und in einen konstruktiven Antrag oder eine Resolution gießt, wirst du nicht nur Einstimmigkeit erreichen, sondern auch die Studiensituation konkret verbessern können. Ich weiß, wovon ich ehemaliger Parlamentarier spreche. |
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Robert schrieb:
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01.02.2010, 17:44 |
Re: Jetzt gehts erst richtig los Das StuPa steht m.W. nicht zur Disposition, sondern der AStA ist im neuen HSchulG nicht mehr zwingend vorgesehen. Aber ich teile die Einschätzung, dass sich das StuPa zu großen Teilen durch seine Vertreter diskreditiert -- wie man im Sommer auch im medium² lesen konnte. Ich denke jedenfalls, dass dieses Wahlergebnis eine Krise der studentischen Hochschulpolitik erstmals sichtbar gemacht hat: Die mangelnde Rückkopplung zwischen denen, die entscheiden und denen, in deren Interesse eigentlich entschieden werden sollte. |
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