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Diese Armee und dieser Staat stehen häufig in der Kritik der Friedensbewegung. Auf dem Ostermarsch 2009 ließ die Kasseler Friedensbewegung den Schauspieler Rolf Becker verkünden, „... die palästinensische Bevölkerung im Gaza-Streifen hat außer geschmuggelten Waffen nichts als ihren Willen zu Widerstand.“ Welcher Wille den „Widerstand“ – nicht etwa den gegen die Hamas, nein den gegen das benachbarte Israel – der Bevölkerung im Gazastreifen antreibt, lässt sich in der Charta der Hamas nachlesen. Die Hamas - wie die Friedensbewegung behauptet durch freie Wahlen legitimiert - ist die Organisation, die die Mehrheit der Bevölkerung im Gaza vertritt.
Am 27.01.2010 versammelten sich etwa 10 unentwegte Anhänger der Kasseler Friedensbewegung, um an diesem Tag am Mahnmal am Weinberg, an „die Opfer des Faschismus“ zu erinnern. Die Vernichtung der Juden war das Programm der Nationalsozialisten. Darin unterschied er sich vom Faschismus.
In der UNO-Resolution, auf die sich der Sprecher der Kasseler Friedensbewegung Peter Strutynski ausdrücklich bezog, wird auch die Erinnerungsarbeit gelobt, mit der an die Vernichtung der Juden durch die Nazidiktatur gedacht wird. Sie fordert auch dazu auf, diese Erinnerungsarbeit zu fördern.
Die UNO-Resolution betont, dass es zu verhindern sei, dass es jemals wieder zu einem Völkermord kommt und verurteilt auch deutlich die Leugnung des Holocaust. Es gibt heute einen Staat, der daran arbeitet, eine Atombombe zu bauen und dessen Regierungsoberhaupt keinen Zweifel daran lässt, gegen wen und zu welchem Zweck diese Bombe einmal eingesetzt werden könnte und der mehrfach den Holocaust leugnete. Dazu fiel keinem der 10 Anwesenden etwas ein.
Vielleicht ahnte Sylvia Gingold angesichts eines abseits stehenden Anwesenden, der die Fahne Israels hielt, die nahe liegende Kritik, und verkündete, ihren Vater zitierend, die Lehre aus dem Faschismus sei die Einigkeit.
Der Auschwitzüberlebende Nummer 7594 formulierte einmal: „Lassen Sie uns in Ruhe, nehmen Sie nicht an Zeremonien zum Holocaust Gedenktag teil, und stören Sie uns nicht, wenn wir gegen unsere Feinde vorgehen, die gegen uns in den Krieg ziehen, um uns zu vernichten.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.
Jonas Dörge
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